Montag, 17. Oktober 2016

"Mark-Making-Muster" am Mustermittwoch

Durch Zufall einmal auf der Seite von Müllerin Art gelandet, bin ich seit der Sommermailart 2015 regelmäßige Leserin. Und so freue ich mich auch jeden Monat  neu an Ihrem "Mustermittwoch".
Im Oktober lautet das Thema "Mark-Marking-Muster". Es hat einige Besuche auf Ihrer Seite gebraucht, bis mir aufgegangen ist: "Hej, so etwas Ähnliches machst Du doch auch!"
Sicherlich nicht mit dem Hintergedanken Mark-Making-Muster zu kreieren, sondern in der Arbeit mit Kindern, in Ferienkursen und ganz konkret bei der Vorbereitung von Hintergründen für meine experimentellen Drucke oder für die Herstellung von Papieren  für die Weiterverarbeitung zu Bucheinbänden für meine Minibücher spiele ich mit dem Zufall.
Eine Technik kam mir dabei in den Sinn, die bisher noch keine "Mark-Marking-Muster-Teilnehmerin" vorgestellt hat. Man benötigt unterschiedliche Papiere ( ich habe mich für ein graues Packpapier entschieden), Farbe egal ob Plakatfarbe, Schulmalfarbe, Acryl-Farbe vielleicht sogar Fingemalfarben von unseren Kleinsten, einen saugfähigen dicken Wollfaden und einen dicken Katalog oder ein Telefonbuch. Schon kann man loslegen. Der Faden wird dick mit Farbe eingepinselt, das mach sich am besten in einer kleinen Schüssel. Der Katalog wird in der Mitte aufgeschlagen, der Bogen Papier eingelegt, der Wollfaden in einem "wilden" Muster darauf ausgelegt und der Katalog zugeklappt. Achtung, ein Fadenende muss herausschauen. Dieses wird nun angepackt und mit Schwung herausgezogen. Je mehr es gelingt, den Faden dabei hin- und her zu bewegen um so lebhafter wird das entstehende Muster.
Man sollte darauf achten, dass der Faden nicht zu lang wird und unbedingt alte Sachen anziehen und die Umgebung gut abdecken. Die Flugbahn des eingefärbten Fadens läßt sich beim Herausziehen schlecht berechnen. Dann das Papier herausnehmen und trocknen lassen. Danach kann man neue Fadenmuster darüber legen und zu weiteren Farben greifen.

 
 Ich habe bei meinen Blättern mit weißer Farbe gearbeitet und dannach mit einem Spritzpinsel verdünnte schwarzer Farbe aufgespritzt.


Und da ich in Vorbereitung auf Weihnachten noch einige festliche Papiere brauche mit Goldakryl, einem Radiergummi, der Rückseite eines Klebestiftes und einer leeren Toilettenpapierrolle goldenen Kreise aufgedruckt. Da mir das dann schon wieder zu ordentlich geworden ist, bin ich noch einmal kreuz und quer mit einem Malmesser (ein Stück Pappe geht genauso gut) darüber gegangen und habe einen Teil der Muster verwischt.


Was am Enden noch aus so einem Zufallsmuster werden kann zeigt mein letztes Blatt.


Es ha mir riesigen Spaß gemacht, an Deinem Mustermittwoch teilzunehmen, liebe Michaela. Und ich hoffe nicht ganz am Thema vorbei gedruckt zu haben. Auch oder gerade weil eigentlich eine ganz andere Aufgabe auf meinem Arbeitstisch liegt. Aber nun bin ich locker und frei genug im Kopf, um mich darum zu kümmern. Danke!

Kommentare:

  1. Menno, die Idee hab ich ja vollkommen vergessen! Mein frühestes selbst gemachtes Briefpapier war mit Fadentechnik, ich erinnere mich an Stapel befadeldruckter Umschläge, oh danke für die Erinnerung. Deine weiss-schwarz-grau-gold Zusammenstellung finde ich superedel! Eine ganz tolle Musterei! Oh da sollte ich gleich mal loslegen...ob ichs noch kann? Herzlichen Gruß von Eva.

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  2. Bestimmt kannst Du es noch, das verlernt man nicht. Viel Spaß beim Wiederentdecken.
    Liebe Grüße Elke

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  3. Was für zauberhafte Muster hier entstanden sind..., ich bin unabsichtlich auch bei festlichen Papieren gelandet. Die Fadentechnik kenne ich auch, wie ich überhaupt Zufallstechniken so sehr mag. Lieben Gruß Ghislana

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  4. Beeindruckend Deine zarten Muster. Da hast Du eine Menge Zeit investiert. So ein besonderes Einschlagpapier zu bekommen, ist schon ein Geschenk für sich. Ich freue mich auch immer über besondere Verpackungen. Meistens wandern solche Papiere sorfältig geglättet in meiner Sammelbox, um für andere Projekte weiterverwendet zu werden.
    Für die nächsten Musterwochen noch viel Spaß am Thema Mark-Making.
    Liebe Grüße Elke

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